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Seelsorge in St. Josef

Heilige Messe

Täglich wird in unserer, dem hl. Christophorus geweihten, Kapelle die hl. Messe gelesen, ausschließlich im überlieferten römischen Ritus der katholischen Kirche. Gerade deshalb kommen auch viele Gläubige aus der Umgebung jeden Tag zu uns nach Weihungszell, um an dieser Form der hl. Messe mit großer Andacht und Freude teilzunehmen.

Die Kapelle ist Tag und Nacht für die Bewohner und Beter geöffnet. Christus wohnt in den sakramentalen Gestalten mitten unter uns und empfängt jeden, der zu ihm kommen möchte zur Anbetung, zum stillen Verweilen, zum Atemholen im täglichen Gedränge.

 

Rosenkranz

Gemäß der immer wieder erneut ausgesprochenen Mahnung der Muttergottes, täglich den Rosenkranz zu beten, versammeln sich etliche Bewohner und auch Gäste von außerhalb bis zu dreimal am Tag in der Kapelle, um miteinander den Rosenkranz zu beten, dabei in der Gegenwart Gottes die zentralen Geheimnisse der Liebe Gottes zu den Menschen zu betrachten und zu bestaunen. Bei der dritten Gebetszeit am Abend um 17.45 Uhr versammelt sich die ganze Hausgemeinschaft mit Priestern, Brüdern und Schwestern zum Rosenkranz in den Anliegen der Gemeinschaft, der lebenden und verstorbenen Freunde und Wohltäter des Seniorenheims und des angeschlossenen Priorates St. Christophorus.

 

Andacht und sakramentaler Segen

Christus, gegenwärtig unter der einfachen Brotsgestalt, wird in einer schönen Monstranz ausgesetzt, um von den Gläubigen angebetet und verherrlicht zu werden. Alle Kerzen am Altar brennen, Blumen stehen rechts und links von der Monstranz, Weihrauchwolken steigen empor: der Herr ist mitten unter uns.

 

Empfang der hl. Kommunion

Wer vorbereitet und objektiv würdig ist und, wie es die Kirche vorgibt, die hl. Kommunion von jeder natürlichen Speise unterscheiden kann, darf täglich Christus in der hl. Kommunion empfangen. Dies geschieht normalerweise am Morgen während der hl. Messe in unserer Kapelle. Wer nicht daran teilnehmen kann, muß trotzdem nicht auf die hl. Kommunion verzichten, denn der Priester geht jeden Morgen unmittelbar im Anschluß an die hl. Messe mit dem Speisekelch durch alle Wohnbereiche und spendet die hl. Kommunion. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kommunizieren kann, wird mit dem Allerheiligsten Sakrament gesegnet - jeden Tag.

 

Bußsakrament

Beichten? Fast überall aus der Mode gekommen. Bei uns nicht, denn: Der Katholik hat es schon als kleines Kind von den Eltern gelernt: man beichtet wenigstens einmal im Monat.

Das Bußsakrament ist ein Sakrament, in dem sich die wirksame Liebe Christi, die Barmherzigkeit, offenbart demjenigen gegenüber, der, wie der verlorene Sohn, reumütig zum Vater zurückkehrt.

Der Empfang des Bußsakramentes ist indes ein Angebot, keine Pflichtübung.

 

Krankensegen

An jedem ersten Sonntag im Monat können unsere Bewohner einen persönlichen Krankensegen mit einer Reliquie des hl. Kreuzes empfangen. Der Segen will dem gläubigen Empfänger Kraft und Mut für sein eigenes Kreuz und Schicksal vermitteln, will zugleich Ergebenheit in den Willen Gottes und daraus Freude schenken.

Krankensalbung

Eines der sieben Sakramente, die die Kirche von Unserem Herrn Jesus Christus empfangen hat, ist die Salbung der kranken und sterbenden Menschen. Die Salbung soll Trost schenken in Todesgefahr oder schwerer Krankheit, sie soll das Leben erhalten, wenn es der Wille Gottes ist. Die Seelsorger und die Mitarbeiter im Pflegebereich bzw. in der Betreuung wirken zusammen, damit niemand, der dieses Sakrament empfangen möchte, übersehen wird.

Aussegnung

Wenn unsere Bewohner im Seniorenheim versterben und sie vorher keine andere Anweisung erteilt haben, wird der Leichnam vor dem Verlassen des Hauses im Foyer im offenen Sarg aufgebahrt. Die Hausgemeinschaft versammelt sich, betet gemeinsam den Rosenkranz, nimmt so Abschied - und stellt sich vor Augen, daß wir alle diesen Weg nehmen werden.

Oft sind Angehörige, Gläubige der Gemeinde, Angehörige des Hospizkreises gegenwärtig und anschließend nicht wenig getröstet über die Art und Weise, wie im Seniorenheim St. Josef mit den Verstorbenen umgegangen wird.

Begräbnis

Bei der Wallfahrtskirche in Sießen ist der Friedhof der Gemeinde. Manche unserer Bewohner, die von weit her kommen oder in ihrer Heimat keine Verwandten mehr haben, möchten dort auf diesem Friedhof bestattet werden; mitten unter all den anderen, die hier im Seniorenheim gelebt haben und verstorben sind.

Die Patres übernehmen auf Anfrage gerne das Begräbnis.